Den Lebensraum Luzern weiter entwickeln
In der Agglomeration Luzern leben rund 200'000 Menschen. Mit dem Agglomerationsprogramm werden in einer Gesamtstrategie mit 24 vernetzten Massnahmen die Verkehrs- und Siedlungsprobleme der Agglomeration angepackt. Sie koordinieren die weitere Siedlungsentwicklung, entlasten als Gesamtpaket die Stadt und die umliegenden Gebiete vom Verkehr, fördern das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr und schonen die Umwelt
Die Verkehrsstrategie (aktualisiert aufgrund Tiefbahnhof)
Die Verkehrsstrategie für die Agglomeration Luzern (vgl. obige Abbildung) sieht vor, zwei neue Autobahnanschlüsse zu erstellen (Rothenburg und Buchrain) und den motorisierten Durchgangsverkehr auf den neu zu erstellenden Bypass A2 (dunkelblaue Signatur in der Abbildung) umzulagern. Zwei Spangen im Norden und im Süden der Stadt Luzern bilden zusammen mit der bisherigen Stadtautobahn den erforderlichen Hauptstrassenring (hellblaue Signatur) um das verkehrsmässig zu entlastende Stadtzentrum. Somit können auf den Achsen ins Zentrum (gelbe Signatur) Kapazitäten geschaffen werden. Diese Kapazitäten werden überwiegend dem öffentlichen Verkehr, namentlich durch die Schaffung von Busspuren, zur Verfügung gestellt, damit dieser platzsparende und umweltfreundliche Verkehrsträger im Zentrum zuverlässig funktioniert. Es sind zusätzlich Lenkungsmassnahmen notwendig, damit der strassengebundene öffentliche Verkehr auch langfristig ungehindert zirkulieren kann. Dank der Entlastung der Strassen im Zentrum können ausserdem grosszügige Verbesserungen für Radfahrer und Fussgänger realisiert werden.
Durch die Realisierung einer verbesserten Schieneninfrastruktur zwischen Ebikon / Rotsee und dem Bahnhof Luzern (im Vordergrund steht ein neuer Tunnel ab Ebikon unter dem See hindurch mit einem neuen Tiefbahnhof unter dem jetzigen Bahnhof) sowie der Doppelspur und Tieflegung Zentralbahn (orange Signatur) gewinnt der schienengebundene öffentliche Verkehr an Kapazität. Das schafft die Voraussetzung dafür, dass der öffentliche Verkehr jederzeit zuverlässig funktioniert und Angebotsausbauten realisiert werden können.
Die räumliche Strategie
Die Verkehrsstrategie wird mit einer räumlichen Strategie ergänzt. Den wirksamsten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung kann die Raumplanung durch eine zweckmässige Anordnung der Nutzungen erreichen. Konkret heisst dies insbesondere:
- Haushälterische Nutzung des Bodens, insbesondere durch eine Konzentration der Arbeits- und Versorgungsnutzungen,
- Umnutzung frei werdender Flächen statt Zersiedelung,
- Konzentration der Nutzungen an Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs,
Gute Beurteilung des Agglomerationsprogramms Luzern durch den Bundesrat
Der Bundesrat hat am 11. November 2009 die beiden Botschaften zum Programm Agglomerationsverkehr und zur Engpassbeseitigung Nationalstrassen zuhanden des Bundesparlaments verabschiedet. Gleichzeitig wurde der Prüfbericht zum Agglomerationsprogramm Luzern veröffentlicht. Dieser hält u.a. fest, dass das Agglomerationsprogramm Luzern das Erreichen der Kapazitätsgrenzen des Verkehrssystems auf Strasse und Schiene im Agglomerationskern gut aufzeigt und dass die vorgesehenen kurz-, mittel- und langfristigen Massnahmen eine gute Wirkung im Verkehrsbereich erzielen. Insbesondere der in den letzten Jahren konsequent vorangetriebene Ausbau des S-Bahn-Netzes, das gute Busangebot, der auch weiterhin vorgesehene öV-Angebotsausbau auf Strasse und Schiene und die Verkehrsmanagementmassnahmen (Steuerung des Verkehrsflusses auf den Einfallachsen) sowie die damit einhergehende Reduktion der Luft- und Lärmbelastungen werden positiv gewertet.
Aufgrund der Wirkung des Agglomerationsprogramms Luzern (Kosten/Nutzen), des Investitionskostenbedarfs für die Massnahmen der A-Liste (Realisierungsbeginn 2011 bis 2014) und der B-Liste (Realisierungsbeginn 2015 bis 2018) sowie der Agglomerationsgrösse beantragt der Bundesrat dem eidgenössischen Parlament, dass der Bund die mitfinanzierten Massnahmen(pakete) mit 35% der Kosten unterstützt.
Über die Realisierung des Tiefbahnhofs Luzern wird grundsätzlich im Rahmen der Botschaft zur Bahn 2030 entschieden, die der Bundesrat voraussichtlich 2010 dem Parlament vorlegen wird. Der Nutzen des Tiefbahnhofs für den Agglomerationsverkehr wird jedoch schon im Agglomerationsprogramm als «Massnahme M8 15-Minuten-Takt S-Bahn im Rontal» finanziell unterstützt (rund 30 Millionen Franken). Die Optimierung des Seetalplatzes wird vom Bund mit rund 20 Millionen Franken mitfinanziert, weitere Massnahmen der A-Liste (flankierende Massnahmen an Kantonstrassen, Trolleybusnetz, Busbevorzugung, Radwege) mit weiteren 25 Millionen Franken. Analoge Massnahmen der B-Liste werden mit weiteren knapp 40 Millionen Franken unterstützt. Der Bypass Luzern ist mit 1,92 Milliarden Franken und der Ausbau Luzern Nord, Emmen Nord-Buchrain, mit 0,24 Milliarden Franken im Modul 3 der Botschaft Engpassbeseitigung aufgeführt. Projekte im Modul 3 werden bis 2013 noch vertiefter geprüft.
Aufgrund der Wirkung des Agglomerationsprogramms Luzern (Kosten/Nutzen), des Investitionskostenbedarfs für die Massnahmen der A-Liste (Realisierungsbeginn 2011 bis 2014) und der B-Liste (Realisierungsbeginn 2015 bis 2018) sowie der Agglomerationsgrösse beantragt der Bundesrat dem eidgenössischen Parlament, dass der Bund die mitfinanzierten Massnahmen(pakete) mit 35% der Kosten unterstützt.
Über die Realisierung des Tiefbahnhofs Luzern wird grundsätzlich im Rahmen der Botschaft zur Bahn 2030 entschieden, die der Bundesrat voraussichtlich 2010 dem Parlament vorlegen wird. Der Nutzen des Tiefbahnhofs für den Agglomerationsverkehr wird jedoch schon im Agglomerationsprogramm als «Massnahme M8 15-Minuten-Takt S-Bahn im Rontal» finanziell unterstützt (rund 30 Millionen Franken). Die Optimierung des Seetalplatzes wird vom Bund mit rund 20 Millionen Franken mitfinanziert, weitere Massnahmen der A-Liste (flankierende Massnahmen an Kantonstrassen, Trolleybusnetz, Busbevorzugung, Radwege) mit weiteren 25 Millionen Franken. Analoge Massnahmen der B-Liste werden mit weiteren knapp 40 Millionen Franken unterstützt. Der Bypass Luzern ist mit 1,92 Milliarden Franken und der Ausbau Luzern Nord, Emmen Nord-Buchrain, mit 0,24 Milliarden Franken im Modul 3 der Botschaft Engpassbeseitigung aufgeführt. Projekte im Modul 3 werden bis 2013 noch vertiefter geprüft.
